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[Dienstag, 27. Januar 2009 | Ein Kommentar ]
Der gläserne Webmaster – Raus aus der Google Datenkrake

Wo bin ich hingekommen? In den Google Webmastertools stehen mehrere Seiten. Bei Google Analytics muss ich mich durch mehrere Profile klicken bis ich zu gewünschten Seite komme und mein Googlemail-Konto ist mit über 8000 Emails zu 50% gefüllt. Ok, eins nach dem anderen:

Google Webmastertools:

Nachdem ich nun schon seit geraumer Zeit die Webmastertools nutze, habe ich bis heute unterm Strich nicht wirklich für mich relevante Informationen ziehen können. Ok, Google hat mich auf einige 404-Fehler hingewiesen, von den ich sowieso schon wusste, weil ich ja die Seiten entfernt hatte. Das Nachrichtencenter hat in gefühlten 1,5 Jahren nicht eine Nachricht ausgegeben.
Das einzige Nützliche für mich war die Auflistung der Keywords und die Position meiner Seiten. Aber was nützt es mir, wenn ich weiß, dass ich mit dem Keyword xyz eine Top-Platzierung habe, wenn eh keiner klickt. Meistens sind es Suchbegriffe bei denen ich erkenne, dass ich für den User keinen relevanten Inhalt habe. Und die Suchbegriffe, bei denen ich den Besucher auf meine Seiten locken konnte, sehe ich dann auch über Google Analytics (und schon wieder bei Google…)
Somit war es für mich ein leichtes dort erstmal alle Seiten zu entfernen. ich denke, die Webmastertools sind eher für Webmaster, die sich mit der Materie gerade neu beschäftigen und noch grobe Fehler machen. Die Feinheiten werden auch bei den Webmastertools nicht angezeigt.

Google Analytics:

Google Analytics ist in der Benutzung in meinen Augen das unangefochtene Monopol unter den kostenlosen Webanalytics. Aber auch hier steckt der Teufel im Detail. Nicht umsonst stellt Google diesen Dienst für lau zur Verfügung. Google ist somit in der Lage die komplette Seite zu analysieren. Google könnte (ich verwende absichtlich den Konjunktiv) die gesammelten Daten dazu verwenden, um festzustellen, ob die Webseiten wirklich für den User interessant ist. Was nützt eine einzelne Seite mit ca. 500 Wörten dem User, wenn er sich aber durchschnittlich nur drei Sekunden aufhält? Natürlich möchte ich Google nicht unterstellen, dass die Daten in dieser Form ausgewertet werden…
Aus diesem Grund habe ich auf otell.de Analytics entfernt und bin auf die Opensource Anwendung Piwik umgestiegen. Wichtig für mich ist die Zuverlässigkeit von Piwik. Aus diesem Grund habe ich auf einer anderen Seite Über mehrere Monate Analytics und Piwik gleichzeitig laufen lassen. Piwik lieferte die gleichen Daten wie Google Analytics. Trotz alle dem hat Piwik für mich folgende Nachteile:

  • Die grafische Oberfläche kommt bei weitem nicht an Google Analytics ran.
  • Daten müssen lokal auf dem Server gespeichert werden, was die Performance beeinflussen kann.

Die Vorteile von Piwik, welche mich dann auch dazu bewegt haben, es zu nutzen:

  • Otell.de ist nicht mehr so gläsern gegenüber Google.
  • Die Daten können nicht mehr an Dritte weiter gegeben werden.
  • Schnelle und einfache Installation.
  • Piwik ist LIVE! Ich sehe sofort, was gerade passiert und muss mich nicht bis zum nächsten Tag begnügen.

Natürlich gibt es noch jede Menge andere Vorteile. Die obigen waren für mich die entscheidensten, um zu Piwik zu wechseln.

Googlemail:

Eine Alternative  Googlemail gibt es in meinen Augen nicht. Googlemail ist schnell, auf Labels möchte ich nie wieder verzichten und die Werbung ist auch erträglich. Deshalb werde ich dort wohl bleiben, in der Hoffnung, dass Google meine Emails nicht scannt und merkt, dass ich schon wieder eine Email mit einer Linktauschanfrage verschickt habe ;-)

Link zum Thema:

Piwik

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