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Die Seoflanken – ein seit 420 Jahren vermisster Schatz

Mittwoch, 2. Juli 2008 2 Kommentare Tweet it!

Am 02. Juni 2008 fanden deutsche Umweltforscher während einer Klimaexpedition vor der deutschen Nordseeküste ein Wrack in 150m Tiefe.

Ihre ursprüngliche Mission lag in der Erforschung des steigenden Meeresspiegels. Über die Echolotreflektionsanalyse bemerkten die Forscher Ungereimtheiten, die sie sich anfänglich nicht erklären konnten. Schnell merkten sie, dass sie irgendetwas gefunden haben. Jedoch waren sie sich zu diesem Zeitpunkt nicht im Klaren was unter ihnen schlummerte.

Gesunkene Seoflanken vor Nordseeküste entdeckt

Nach Einschätzung der Gesellschaft für gesunkene Schiffe Deutschland ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit das seit 420 Jahren vermisste Segelschiff Seoflanken. Mit dem Fund der Seoflanken stellt sich die Frage nach dem Eigentümer des Wracks der Seoflanken. Deutschland beansprucht zunächst das Wrack der Seoflanken für sich, da sie auf dem Grund deutscher Hoheitsgewässer liegt. Da die Seoflanken ursprünglich aus den Niederlanden stammt, sind auch die Niederlande an dem Fund interessiert. Nach geltendem Seerecht ist der Eigentümer der Seoflanken Deutschland, da sie vor der deutschen Küste auf dem Grund des Meeresbodens liegt.

Derzeit ist das deutsche Bergeunternehmen Klippas AG damit beschäftigt vor der deutschen Küste die Seoflanken mit Spezialkameras zu untersuchen. Mit der Untersuchung der Seoflanken erhofft sich das Bergeunternehmen Informationen über den Zustand des Wracks und dessen Ladung zu erlangen. Unbestätigten Berichten zufolge haben sich des nächtens immer wieder Neugierige der Fundstelle genähert, um nach dem Wrack der Seoflanken zu tauchen. Diese wurden aber von dem deutsche Bergeunternehmen, welche die Fundstelle Tag und Nacht bewacht, gestellt und wieder des Ortes verwiesen.

Das Management des niederländischen Bergeunternehmens Goudenveder BV ist mit den Deutschen in Verhandlungen getreten, um die Besitzfrage zu klären. Nach jüngsten Angaben ist den deutschen Umweltforschern der bisher größte Fund in der deutschen Geschichte gelungen.

Die Seoflanken hatte 75000 Platinmünzen bei der Überfahrt geladen. Der Wert dieser Platinmünzen wird auf 1,5 Billionen Euro beziffert. Diese sind bis zum heutigen Tag nicht geborgen worden. Somit ist das Interesse beider Länder hoch, die Seoflanken zu bergen.

Geschichte der Seoflanken

Die Seoflanken

1537 als die westeuropäischen Galeonen ihren Siegeszug feierten und die Menschheit voller Entdecker waren, wurde der Ursprung zum vermeintlich größten Schatz Deutschlands gelegt. Natürlich hieß Deutschland damals noch nicht Deutschland. Das damalige Römische Reich bildete den Grundstein für einen Schatz, der nach 420 Jahren auf heutigen geographischen deutschen Boden gefunden werden sollte. Doch dazu muss erst einmal geschichtlich weiter ausgeholt werden.

Wir spulen dazu die Uhr ein paar hundert Jahre zurück.
In einer Zeit als Amerika 1492 entdeckt wurde, entfachte eine Welle der Entdeckung. Die Erde, dessen uraltes Vorurteil einer Scheibe gebrochen war, galt spätestens seit Kolumbus als eine Kugel. Auch die letzten Kritiker konnten keine Gegenargumente finden, um Ihre Thesen zu begründen. Angespornt von den neuen Gebieten, die das Spanische Reich erschlossen hatte, wurden auch andere Nationen hellhörig und hatten sich ihre Ziele sehr hoch gesteckt.

Eine der vielen Nationen waren auch die Niederlanden. Da der Westen recht weit entdeckt war und auch die meisten anderen Nationen Absichten erklärten in die Richtung zu segeln, konzentrierte man sich vorwiegend darauf Landschaften im Norden zu entdecken. Daraus erhoffte man sich die Erschließung neuer Kontinente.

Nicht zuletzt die Unabhängigkeitserklärung der Niederlande von Spanien im Jahre 1572, als die Städte der Grafschaften Hollands zusammenkamen und die Unabhängigkeit von Spanien beschlossen, entfachte einen Patriotismus im Lande.
Wilhelm von Oranien, der neue Führer, war seiner Zeit auch ein Entdecker, jedoch ohne großen Erfolg. Zusammen mit Ferdinand Magelan, einem großen Seefahrer aus Portugal, startete er am 1588 seine erste Expedition mit der Seoflanken.

Der Name des Erkundungsschiffes Seoflanken setzte sich aus den Anfangsbuchstaben der Kinder beider Seefahrer Sjard, Enrik (Wilhelm von Oranien) und Osé (Magelan), sowie die neue Innovation im Segelschiffbau zusammen. Die Seoflanken ein fortschrittliches Schiff ihrer Zeit, bestach als eines der ersten Segelschiffe mit beweglichen Stengen (niederländisch: flanken). Die Flanken wurden mit einem Schlossholz (bewegliches Schiffbauteil am Mast der Seoflanken) gesichert, so dass die Stengen aufgebracht und niedergeholt werden konnten.
Diese Innovation seiner Zeit, die die Seoflanken mit sich brachte, sollte ihr im selben Jahr zum Verhängnis werden.

Aus dem Hafen Rotterdam startete die Seoflanken unter niederländischer Flagge gen Norden. Geladen hatte die Seoflanken Vorräte, Waffen, Kanonen und auch 75000 Platinmünzen. Platinmünzen, ein damals gängiges Zahlungsmittel, sollte ausreichen um sich während der Entdeckungstour über Wasser halten zu können. Das Ziel sollte zunächst der skandinavische Raum sein, um dort weitere Rationen für die lange Reise einzukaufen und um weitere Seemänner anzuheuern. Der Weg führte an der Küste entlang und sollte seine Bahn nach Bergen ziehen, wo sie aber nie ankam.
Wie man heute weiß, hat Magelan ein falsches Spiel mit den Niederländern gespielt. Mit den Informationen über die kostbare Fracht unterrichtete er die Spanier, die noch immer auf Grund des Gebietsverlustes der Niederlanden sehr verärgert waren und diese Chance nutzen, um sich zu rächen.
Auf den Weg nach Bergen wurde die Seoflanken ca. 50 km nördlich vom heutigen  Helgoland von Piraten angegriffen. Ihre beweglichen Stengen brachen bei dem ruckartigen Versuch die Seoflanken auf Kampfposition zu bringen um sich gegen den Feind zu wehren und machten das Schiff manövrierunfähig.
Die Seoflanken war ausgeliefert. Jedoch zerstörten die Piraten das Schiff so sehr und es sank auf den Meeresboden von 150 m Tiefe. Magelan, der den schnellen Rubel machen wollte, bezahlte den Verrat mit dem Leben.

Bild der Seoflanken: aboutpixel.de – pfirsichmelba

Seoflanken – die ersten Berichte

Nach den jüngsten Ereignissen, die Entdeckung der Seoflanken, des wahrscheinlich größten Schatzes Deutschlands, überschlagen sich die Ereignisse.

In Sankt-Peter-Ording, dem Sitz der Klippas AG, fanden sich gestern unzählige Fernsehteams ein. Alle mit dem gleichen Ziel: Eine Berichterstattung über eines der ältesten Schiffe und natürlich dem Schatz im Bauch der Seoflanken. Laut dem Pressesprecher der Klippas AG kann bisher keine genaue Aussage über den Zustand der Seoflanken getroffen werden, da sie in 150m Tiefe liegt und noch Spezialgeräte zur Bergung des Schiffes gebraucht werden. Über die ersten Erkenntnisse der Echolotreflektionsanalyse ist jedoch, abgesehen von den Schäden aus den Gefechten mit den spanischen Piraten,  von einem kompletten Erhalt des Schiffes Seoflanken auszugehen, so  Dieter Weinecke, Pressesprecher der Klippas AG.
Genauere Untersuchungen werden in den nächsten Tagen eingeleitet. Dies benötigt eine besondere Planung, da es sich hier um ein Schiff handelt, dass seit hunderten von Jahren am Meeresboden liegt und zu einem Großteil aus Holz besteht, welches im Laufe der Jahrhunderte in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Natürlich besteht neben dem Interesse des historischen Fundes auch ein reges Interesse die 75000 Platinmünzen, soweit die Informationen der Historiker stimmen, zu bergen. Dazu wird gegenwärtig von der Klippas AG ein Spezialteam” Seoflanken” zusammengestellt.

Laut Informationen der niederländischen Presse ist nun auch das niederländische Unternehmen Goudenveder BV mit Experten auf dem Weg zur Fundstelle. Bisher gibt es jedoch keine Ansätze über eine Einigung beider Parteien.

Inzwischen haben sich auch die Regierungen beider Staaten eingeschaltet. In der deutsch-niederländischen Nachbarbeziehung entwickelt sich bisher noch kein Meinungsstreit um das künftige Schicksal der Beutekunst. Es gibt jedoch auf beiden Seiten gewichtige und ernst zu nehmende Argumente über das Eigentum der Seoflanken.

Deutschland, Besitzer der Seehoheit, und die Niederlande, dem das Schiff entstammt, haben sich in den nächsten Tagen zu einem ersten Treffen über Bergeverantwortung und Eigentumsfrage der Seoflanken geeinigt.

Auch ist das Interesse der Bürger enorm. In den frühen Morgenstunden wurden viele Schaulustige am Strand von Sankt-Peter-Ording gesichtet.
Matthias Franke von otellnews, berichtet dazu: „Es ist erstaunlich wie viele Bürger sich an einem Ort einfinden, um etwas zu sehen, was es eigentlich nicht zu sehen gibt. Die Seoflanken liege viele Kilometer vom Strand entfernt und dennoch herrscht hier ein reges Medien- und Bürgerinteresse. Dem Schatz der Seoflanken so nah wie möglich zu kommen, löst bei vielen Bürgerinnen und Bürgern einen enormen Reiz aus. Auch die unzähligen Fernsehteams, die die Vorbereitungen das Spezialteam „Seoflanken” dokumentieren, lösen einen enormen Reiz aus.”.

Auf die Frage was man denn mit den geschätzten 1,5 Billionen Euro machen würde, soweit dieser Schatz tatsächlich in der Seoflanken ist, haben die meisten Bürger keine Antwort parat. Verständlich, wir reden hier auch über eine Zahl mit elf Nullen.

Knut Wesbroich (St.-Peter-Ording): „Man solle doch alle unsere Schulden bezahlen”.  Ein sehr gemeinnütziger Gedanke.

Knuts Rechnung ist auch keine Milchmädchenrechnung, aktuell beläuft sich unser Schuldenberg auf 1,496 Billionen Euro. Welch Ironie der Geschichte. Sollte es dazu kommen, dass der Schatz der Seoflanken tatsächlich Deutschland gehört, so wäre Deutschland schuldenfrei. Eine historische Wende für Deutschland. Die Seoflanken würde Geschichte schreiben.

Taucher erkunden erstmalig das Wrack der Seoflanken

Erstmalig sind Taucher der Klippas AG und der Gesellschaft gesunkener Schiffe zum Wrack der Seoflanken vorgedrungen. Mit dem Tauchgang soll die Beschaffenheit der Seoflanken erkundet werden. Die Beschaffenheit der Boardwände ist ein entscheidendes Kriterium zum Heben der Seoflanken. Sollte die Seoflanken gehoben werden, wobei die derzeitigen Wetterverhältnisse ideale Vorraussetzungen bieten, darf die äußere Beschaffenheit nicht zu instabil sein. Ansonsten könnte das Wrack nach dem Heben in viele Einzelteile zusammenfallen. Die Gesellschaft für gesunkene Schiffe hat Interesse bekundet das Schiff im Museum in Friedrichskoog zu restaurieren und auszustellen.

Eine Aussage zum geladenen Schatz konnte seitens der Unternehmer noch nicht gemacht werden, da das Tauchen in den Rumpf derzeit noch zu gefährlich ist. Analysten sind jetzt mit der Auswertung des Bildmaterials beschäftigt.

Mit dem Tauchgang sind auch die ersten Bilder der Seoflanken freigegeben wurden. Deutlich ist dort der bereits die vorangeschrittene Zersetzung der Seoflanken zu erkennen.

Bild vom Tauchgang zur Seoflanken

Bild vom Tauchgang zur Seoflanken

Bild vom Tauchgang zur Seoflanken

Bild vom Tauchgang zur Seoflanken

Quellen der Bilder:
aboutpixel – Bild 1: stb
aboutpixel – Bild 2: stb

Erstes Treffen der Regierungen

In Anbetracht des immensen Wertes, der in den Schatzkammern der Seoflanken auf den Boden der Nordsee liegen soll, haben sich die Vertreter Deutschlands und den Niederlanden zum heutigen Tage in Sankt-Peter-Ording getroffen. Da das Medieninteresse an der Seoflanken nach wie vor ungebrochen ist, fanden sich dazu wieder Rang und Namen aus der Presse ein. Geklärt werden soll am heutigen Tage, wie man bei der Bergung der Seoflanken vorgehen wolle und vor Allem wessen Eigentum der Schatz nun sei. Die anfänglich freundliche Stimmung, die die Seoflanken über das Treffen gebracht hatte, entwickelte sich im Laufe der Besprechungen zu zwei verhärteten Fronten. Beide brachten gewichtige Argumente auf den Tisch warum der Schatz der Seoflanken dem eigenen Lande gehören solle.

Da fragt sich wie die Rechtslage über solche Ereignisse geregelt ist? Nach dem niederländischen Gesetz kann nur eine Sache als Eigentum betrachtet werden, wenn sie noch nie einen Eigentümer hatte. Im Falle der Seoflanken bedeutet dies, dass es den Niederländern zu zusprechen wäre, da das Schiffswrack der niederländischen Regierung gehört. Nun steht aber auf der anderen Seite das deutsche Hochseegesetz, welches nach §8(3) Satz 2 HSG. aussagt, dass „…Eigentum nach einer festgesetzten Frist der Herrenlosigkeit von mindestens 100 Jahren Ihren Eigentumsbehalft verlieren und bei Fund in neuen Eigentum übergehen.” Dies wiederum spricht Deutschland dem Eigentum an der Seoflanken zu, da es von deutschen Umweltforschern auf deutschem Boden gefunden wurde. Das Problem hierbei ist, dass das deutsche Hochseegesetz eine Gesetzeslücke aufweist. Im Falle eines „Besitzüberganges” im Sinne des eigenmächtigen Aneignen des Fundes ist innerhalb des HSG die Strafverfolgung gesetzlich nicht geregelt. Darüber gibt das Gesetz keine Aussage und könnte für die Niederländer das Nadelöhr sein zu der Seoflanken abzutauchen und sich den Schatz der Seoflanken an sich zu reißen.

Sollten somit niederländische Taucher den Schatz bergen, wäre der Schatz der Seoflanken im Besitz der Niederlande und könnte nach deutschen Recht strafrechtlich nicht verfolgt werden. So schwierig wie die Gesetzeslage sich gestaltet, so schwierig gestalteten sich auch die Verhandlungen. Nach fünf Stunden wurde die erste Verhandlung ergebnislos vertagt. Gleichzeitig beschloss Deutschland die Klippas AG an der Fundstelle mit Polizeipatrouillen zu unterstützen, um einen Alleingang der Niederlande zu unterbinden. Eine Einigung über die Bergung der Seoflanken konnte leider auch aus eben genannten Gründen erreicht werden. Weitere Verhandlungen unter der Prämisse der Kompromissbereitschaft sind für die nächsten Wochen angesetzt. Nach Aussage von Experte Juergen Widcke werden beide Länder um eine Kompromissbereitschaft nicht herumkommen, da die Seoflanken einen zu großen Wert darstelle. Im ungünstigsten Falle muss sich der europäische Gerichtshof einschalten. Deutschland hat nach den letzten Meldungen eine schwimmende Bergeinsel zur Fundstelle entsandt, um weitere Operationen besser auszuführen.

Seoflanken – die Entscheidung naht

Vor mehr als zwei Wochen saßen die Anspruchsteller der Seoflanken am gemeinsamen Tisch auf der Suche nach Lösungen, in wie weit man eine Einigung über den Eigentum der Seoflanken erzielen könnte. Diese wurde nach den letzten Medienberichten ergebnislos abgebrochen. In der Zwischenzeit gab es unter Ausschluss der Öffentlichkeit mehrere Geheimtreffen zwischen Deutschland und den Niederlanden, in dem nach einer Lösung gesucht wurde.

Zum heutigen Tage wurde von Deutschland eine Pressekonferenz in Sankt-Peter-Ording einberufen, in der man den Medien mitteilen wolle, wie man in der Angelegenheit weiter verfahren wolle. Diese fand aber nur im Rahmen der Partei Deutschland statt, da man keinen Kompromiss gefunden habe.

Dazu Anke Mercke von otell-news:

“Spötter würden meinen, dass es in den letzten Wochen ein Revival zwischen der Deutschen Bahn und der GDL gegeben habe. Beide verharren auf ihren Positionen und boten der anderen Partei nur unzulängliche Kompromissbereitschaften bezüglich der Seoflanken an. Deutschland ist auch nicht weiter gewillt, sich zu einigen, da die Forderungen aus den Niederlanden nicht im Verhältnis stehen und man sich genötigt fühlt, die weitere Instanz in Anspruch nehmen zu müssen. Mit der heutigen Pressekonferenz über die Seoflanken, wurde es amtlich. Es wird, wie erwartet, die Entscheidungsfrage über den Besitz der Seoflanken an den europäischen Gerichtshof abgegeben. Auf Grund der sehr prekären Lage will man, so die Stimmen aus Luxemburg, um ein rasches Urteil bemüht sein.”

Nicht nur in Sankt Peter Ording wurden Wellen geschlagen, sondern auch an der eigentlichen Fundstelle. Die Bergeinsel, die an die Fundstelle der Seoflanken entsandt wurde, hat mittlerweile ihr Ziel erreicht. Verankert wurde die Bergeinsel mit sechs Stahlseilen, die sonst nur Einsatz im Schwerlastbereich finden. Im Radius von 300 m wurden die Stahlseile gleichmäßig um die Seoflanken versetzt im Boden der Tiefe verankert und mit Spezialbeton versehen.

Bisher sind zwei Szenarien über die Bergung der Seoflanken entwickelt worden.

Szenario eins sieht eine teilweise Aufbrechung des Rumpfs vor, um dann die Ladung mit überdimensionalen Staubsaugern aufzusaugen. Dies zieht aber eine Beschädigung des Schiffs und bei den regional herrschenden Strömungen, einen möglichen Ladungsverlust der Seoflanken nach sich.

Das zweite Szenario, welches auch im Moment eher auf Zustimmung trifft, sieht eine komplette Hebung des Schiffes vor. Dafür sprach sich auch die Gesellschaft gesunkener Schiffe aus. Dazu muss jedoch die Statik des Schiffes stand halten. In den nächsten Tagen sollen auch erste Ergebnisse über die Statikberechnungen der Seoflanken vorliegen, so dass man dann weitere Schritte einleiten kann.
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Seoflanken – die Entscheidung beginnt

Wie kürzlich berichtet, wurde die Entscheidung über die Eigentumsfrage der Seoflanken an
den europäischen Gerichtshof   abgegeben. Um ein rasches Urteil wollten sich die Vertreter aus Luxemburg bemühen und hatten deshalb auch relativ zügig eine Kommission von elf unparteiischen Nationen zusammengestellt. Diese Nationen, welche bewusst gewählt wurden, haben weder wirtschaftliche noch politische Beziehungen zu beider Nationen, um der Voreingenommenheit im Fall Seoflanken vorzubeugen.

Unter dem Aktenzeichen SEO/2008-CON/TEST-PLATZ-1-Otell.de gab es dazu gestern die erste Anhörung beider Staaten. Erwartungsgemäß verlief das Plädoyer auf Basis der Gesetzesgrundlagen beider Staaten. Wie vor einigen Wochen darüber berichtet, würde dies das Eigentum der Niederlande bzw. der Eigentumsübergang an Deutschland bedeuten. Über vier Stunden argumentierten die Staaten warum Ihnen der Anspruch an der Seoflanken zusteht.

Zeitgleich, 1163 km nördlich, konnten die Statikingenieure in Sankt Peter Ording einen Teilerfolg in der Bergung der Seoflanken verzeichnen. Ihren Berechnungen zu Folge sollte das Schiff der Belastung einer Seehebung Stand halten und man könnte somit die Seoflanken erhalten, ohne bergungsbedingte Schäden zu verursachen. Ein Teilerfolg, nicht nur für das Bergungsteam, sondern auch für die Gesellschaft gesunkener Schiffe. Diese ist mehr als erfreut die Seoflanken nach einer Hebung restaurieren und ausstellen zu können.
Schon in den nächsten Tagen werden Taucher zu der Seoflanken herabtauchen und Bergeseile anbringen.

Damit der Gesellschaft der Wunsch, der Restaurierung der Seoflanken, erfüllt wird und um damit den Bogen wieder Richtung Luxemburg zu spannen, bedeutet dieses Vorhaben  natürlich auch erst einmal den Zuspruch der Seoflanken für Deutschland. Dazu sollte man der Frage nachgehen, nach welcher Gesetzesgrundlage der europäische Gerichtshof eigentlich zur Urteilsfindung kommt? Dies sei nach eingehenden Recherchen von otell-news nicht klar zu sagen. Die Ironie der Problematik gestaltet sich darin, dass selbst der europäische Gerichtshof keinen Gesetzestext vorsieht.

Wird es nun keine Entscheidung für die Seoflanken geben?
Und wenn es eine Entscheidung gibt, wird Sie auch ohne gesetzliches Fundament eine gerechte Entscheidung hervorbringen?

Anke Mercke von otell-news hat weiter recherchiert und hat sich nach dieser Erkenntnis nach ähnlichen Fällen und deren Urteilssprechungen umgesehen. Man mag es kaum glauben, in der Vergangenheit gab es einige solcher ungeklärter Fälle, die der Seoflanken ähnlich waren. Dabei ging es um weitaus kleinere Schatzfunde. Nationen wie Russland und Spanien standen sich z.B. nicht nur im EM Halbfinale 2008 gegenüber. Im konkreten Fall konnte vor 15 Jahren auch Spanien , wenn man es so nennen darf, den „Sieg“ davontragen.

Grundlegend basierten Entscheidungen oft auf Verjährungsfristen, die von bestehenden Gesetzen in Anwendung der Analogie übernommen wurden.

In der Summe der Fälle ließ sich von Anke Mercke statistisch gesehen eine Tendenz erkennen „Schatzfunde“ wurden in der Vergangenheit oft dem Finder zugesprochen. Eine Entscheidung um einen solch hohen Betrag, sowie der Urteilfindung auf so hoher Instanz, hat es aber vorher nicht gegeben.

„Von daher, lässt sich aus den Recherchen eine Tendenz für Deutschland erkennen, aber eine konkrete Aussage über den weiteren Verlauf kann zu heutigen Tage gefällt werden.“ so Anke Mercke.

Nach der ersten Anhörung, zieht sich die Kommission nun zurück und wird nach weiteren Beratungen, den weiteren Verlauf über die Seoflanken bekannt geben. Dies wird jedoch einige Tage in Anspruch nehmen.

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