Kleines blaues Viereck
Ein kleines blaues Viereck trennt sich mit aller Kraft von seinem gewohnten Umfeld, einem großen blauen Viereck und droht in die Tiefe zu stürzen. Ein Teil löst sich von einem Ganzen. – Ein Gemälde. Eine Idee. Meine Interpretation.
„Langweilig, Zeitverschwendung, das kann ich schon lange!“, so einige kritische Gemüter. Farbige Striche kann doch jedes Kind auf ein Blatt Papier zeichnen. Und es wird dafür gelobt. Doch kann man einen erwachsenen Menschen, der aufgrund seines Künstlertitels enorme Summen für ein paar Quadrate, Striche und Kreise verlangt, verstehen?
Es geht um mehr, als nur bloßes Sehen. Erst die Interpretation haucht der Kunst Leben ein. Und die konkrete Kunst lässt uns alle Türen offen. Vorausgesetzt man öffnet zuerst sich selbst, wirft alle Vorurteile über Bord und lässt seiner Phantasie freien Lauf. Dann kann man all das aus einem Objekt herausholen, was in einem selber steckt. Dann fängt das Begreifen an.
Vorgesetzt bekommt man doch genug im Leben: Bilder, Informationen und Meinungen, die einen täglich überfluten. Mal wieder selber denken und dabei entspannen. Für einen Moment das Chaos des Alltags hinter sich lassen und eintauchen in eine geordnete und ausgeglichene Welt, um neue Energien zu sammeln.
Also ist konkrete Kunst sicherlich langweilig – wenn man nur passiv zuschaut, Zeitverschwendung – wenn man sich die Zeit nicht nimmt und leicht nachgemacht – wenn man sie versteht!
Tipp: Ein Ausflug in das Museum für konkrete Kunst in Ingolstadt
Bildquelle: Urheber: Brian clontarf, Bild hochgeladen auf Wikipedia unter der GFDL-Lizenz

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